 | Eine starke Einbindung junger Menschen in das Gemeinwesen fördert die
Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Daher sind Angebote der
Jugendarbeit in allen vier Ortsteilen anzustreben. |
 | Kinder sind weniger mobil und bedürfen in höherem Maße sozialem Schutz.
Daher sind Angebote in diesem Alterssegment ebenfalls hauptsächlich
dezentral zu organisieren. |
 | Offene Angebote stellen besondere Anforderungen an die Eignung der
Räumlichkeiten und die Qualität der Betreuung. Sie sollen daher wesentlich
vom hauptamtlichen pädagogischen Personal begleitet werden und im Kinder-
und Jugendhaus Opfingen und dem Kinder- und Jugendtreff Waltershofen
organisiert werden. |
 | Der Betrieb der Einrichtungen in vier Stadtteilen mit 3,5 Personalstellen
erfordert den Einsatz freier Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeiter. Dabei ist es
auch Aufgabe der hauptamtlichen Sozialpädagoginnen bzw. -pädagogen, die
Arbeit dieser Kräfte zu koordinieren und zu begleiten. |
 | Der Ermittlung von Bedarfen werden die demographischen und
soziographischen Daten einerseits sowie der Deckungsgrad durch vorhandene
Angebote von Verbänden, Gruppen und Vereinen andererseits zugrunde
gelegt. |
Hieraus ergibt sich folgende Grundstruktur des Angebotes der Einrichtungen:
Kinder- und Jugendtreff Waltershofen:
Das derzeitige pädagogische Angebot der Einrichtung, bestehend aus „Offenem-Tür-Betrieb“
für Kinder und Jugendliche, Gruppen- und Clubangeboten sowie Veranstaltungen
und Aktionen bleibt bestehen. Die Bauunterhaltung der Räumlichkeiten in dem
städtischen Gebäude (Alte Radsporthalle) obliegt weiterhin dem Hochbauamt der
Stadt Freiburg.
Kinder- und Jugendhaus Opfingen:
Mit der Fertigstellung weiterer Räume in den kommenden Monaten werden hier
ebenfalls offene Angebote für Kinder und Jugendliche, Gruppenangebote sowie
Veranstaltungen und Aktionen stattfinden. Darüber hinaus sollen die Ressourcen
des Hauses den Jugendverbänden und -gruppen vor Ort zur Nutzung zur Verfügung
stehen.
Kindertreff und Teenyclub Tiengen:
In Tiengen stehen Räumlichkeiten zur Nutzung im Tuniberghaus (Bürgerhaus)
zur Verfügung. Da diese jedoch bedingt durch die übrige Nutzung des Hauses
eingeschränkt ist, finden hier lediglich Angebote für Kinder sowie Angebote in
Clubform statt.
Jugendclub Munzingen:
Ähnlich zur Situation in Tiengen werden hier Räumlichkeiten in der
Schloßbuckhalle genutzt. Auch hier beschränkt sich die Nutzung bislang auf ein
halboffenes Angebot (Club)."
(Auszug aus der DRUCKSACHE JHA 98011; auf dieser
Grundlage wurde die Übergabe der Betriebsträgerschaft an den Verein Kinder-
und Jugendarbeit Tuniberg e.V. vom Jugendhilfeausschuss und mit DRUCKSACHE
G 99140 vom Freiburger Gemeinderates beschlossen.)
Seit 1999 wurde in zahlreichen Umstrukturierungsprozessen versucht, einem
wachsenden Bedarf in Tiengen und Munzingen Rechnung zu tragen, wobei immer auch
die gegebenen räumlichen Bedingungen zu berücksichtigen waren.
Dabei ließen sich die MitarbeiterInnen mit hoher Professionalität immer wieder
auf veränderte Aufgabenstellungen ein. Da auch die Qualität der Betreuung in
den Einrichtungen in Tiengen und Munzingen durch die Ausstattung mit
hauptamtlichem Personal verbessert wurde, fällt die mit der Verschiebung von
Mitarbeiterstunden einhergehende Umverteilung finanzieller Ressourcen noch
deutlich gravierender aus.
Die Umverteilung der Ressourcen führte auch zu schmerzhaften Einschnitten in
den Einrichtungen in Opfingen und Waltershofen, deren Bürger sich mit hohem
Engagement entsprechende Angebote für „ihre“ Kinder und Jugendlichen
erarbeitet und erkämpft haben (siehe bei „Geschichte“).

Betrachtet man die Verteilung der Personalressourcen städtisch geförderter
Jugendarbeit heute so fällt auf, dass es lediglich in Tiengen noch deutlichen
Nachholbedarf gibt:
