Elternseite

Gute Seiten – schlechte Seiten: Chancen und Risiken für Kinder im Internet

Inhalt:

Vorwort
Chats – "Knuddels" und ähnliche
Messenger (ICQ & Co.)
SchülerVZ & Co.
Gewalt und Pornografie
Rechtsextremismus
Spiele
Rückzug aus der Realität
Gesundheit
Abzocker
Viren und andere Schädlinge
Legal oder Illegal
Beleidigungen und üble Nachrede
Gute Seiten für Kinder
Hilfen für Eltern
Regeln für Eltern und Kinder
Technische Schutzmaßnahmen

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Liebe Eltern,

auf dieser Seite möchten wir Ihnen einige Materialien zeigen, die Ihnen bei Ihren Fragen zu den Themen "Kinder und Computer" und vor allem "Kinder im Internet" weiterhelfen können.

"Das Internet hat für Kinder einen großen Reiz. Mit seinen vielfältigen Möglichkeiten ist es für die kindliche Entdeckerlust ein wunderbarer Spielplatz. Kinder können sich dort treffen, kommunizieren, miteinander spielen und lernen. In Zukunft wird das Surfen und Kommunizieren im Internet völlig selbstverständlich sein. Deswegen ist es gut, wenn Kinder eine positive, aber auch kritische Einstellung dazu entwickeln können.

Surfen geht nicht ohne Risiken. Es ist schwierig, das Internet in seiner rasanten weiter Entwicklung zu kontrollieren. Kinder können auf Inhalte stoßen, die ihnen Angst machen und sie überfordern. Rücksichtslose Anbieter nutzen ihre Leichtgläubigkeit aus und verführen sie zu ungewollten Ausgaben. Die Anonymität des Internets ermöglicht Belästigungen und Übergriffe. Mit den internetfähigen Handys und mobilen Spielekonsolen wird es für Eltern zunehmend schwieriger, den Medienkonsum ihrer Kinder zu beaufsichtigen und zu begrenzen.

Kinder brauchen besonderen Schutz. Gesetze sollen den Schutz unserer Kinder vor solchen Inhalten und Gefahren gewährleisten und müssen auch über Ländergrenzen hinweg durchgesetzt werden. Anbieter müssen ihre Internetseiten so gestalten, dass Kinder nicht davon beeinträchtigt werden. Sie müssen Filter entwickeln, die den Internetzugang einfach und wirksam sichern. Gemeinsam müssen wir unsere Anstrengungen erhöhen, dass mehr gute und interessante Kinderseiten entstehen. Ich setze mich besonders dafür ein, dass Kinder gute Angebote im Internet leichter finden können. Mit der Initiative „Ein Netz für Kinder“ wollen wir gemeinsam mit der Wirtschaft ein spezielles Kindernetz aufbauen.

Kinder zu guten Seiten führen: Es gibt zahlreiche spannende und lehrreiche Internetseiten für Kinder. Mit dieser Broschüre möchte ich Sie unterstützen, mit Ihren Kindern das kinderfreundliche Netz zu entdecken. Es macht Spaß, gemeinsam einen eigenen kindgerechten Surfraum zu gestalten. Dazu müssen Sie keine Experten sein. ..."

(Ursula von der Leyen, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Vorwort zur Broschüre "Ein Netz für Kinder – surfen ohne Risiko?" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend)

Risiken – Kinder als Opfer (und „Täter“)

Chats – "Knuddels" und ähnliche

Immer wieder schrecken Presseberichte über Missbrauchs- oder Vergewaltigungsfälle auf, bei denen Kontakte in Chatrooms Ausgangspunkt waren. Einen hintergründigen Bericht des "Südkurier" über einen kürzlich vor Gericht verhandelten Fall können Sie hier nachlesen.

Ungeschützte Chats stellen für Kinder ein enormes Risiko dar, Opfer von Pädokriminellen zu werden. Chat-Seiten wie Knuddels.de kommen zwar in einem betont harmlosen und fast kindlichen Design daher, sind aber reine "Anbaggerforen" und Tummelplätze von Pädosexuellen. Hier haben Kinder eindeutig nichts verloren. 

Das Interesse an Chats kommt bei Kindern (und da viel stärker bei Mädchen als bei Jungs) naturgemäß erst, wenn sie einigermaßen zügig auf der Tastatur schreiben können.
Für Kinder gibt es eigene, überwachte Chats, beispielweise
Seitenstark-Chat (www.seitenstark.de/chat)
Chat für Kinder - SWR Kindernetz (www.kindernetz.de)
ZDFtivi - tivi Treff (www.tivi.de)
TOGGO (www.toggo.de)
KinderCampus.de (www.kindercampus.de)

Messenger (ICQ & Co.)

Das Risiko bei Messenger-Diensten – besonders beliebt bei Jugendlichen ist das Programm "ICQ" (www.ICQ.com) – hängt entscheidend vom Verhalten des Kindes bzw. Jugendlichen ab. Solange Kontaktanfragen von Unbekannten generell abgewiesen werden, bleibt man mit seinen "Freunden" unter sich. Bei Kontaktaufnahme mit Unbekannten gibt es dagegen keinerlei Schutz durch einen Moderator oder ähnliches, auch können Fotos oder Videos sehr einfach verschickt werden. Pädokriminelle versuchen deshalb oft, Kinder aus einem beobachtbaren Chatraum zum Kontakt via Messenger zu "entführen". Dann sind die Risiken noch wesentlich höher als in Chats.

SchülerVZ & Co.

In sogenannten "Sozialen Netzwerken" können sehr ausführliche Profile hinterlassen werden – einschließlich Fotos und Videos. Am beliebtesten ist hier derzeit eindeutig das "SchülerVZ". Zwar besteht die Möglichkeit, die Menge der persönlichen Daten im eigenen Profil und deren Einsehbarkeit weitestgehend zu steuern, allerdings ist die Versuchung bei Kindern und Jugendlichen sehr groß, sich wort- und bildreich zu präsentieren.

Das SchülerVZ  bietet übrigens auch verschiedene Informationen für Eltern und Erzieher zu den Themen "Soziale Netzwerke", "Sicherheit" und "Schutz der Privatsphäre" (schuelerVZ | Informationen für Eltern und Lehrer). Wer sich hier informiert, kann zumindest auf "Augenhöhe" mit seinem Kind Absprachen treffen und deren Einhaltung kontrollieren.

Obwohl sich nur Schüler (ab 12 Jahren) dort anmelden dürfen, ist es für böswillige Erwachsene natürlich kein wirkliches Problem, sich Zugang zu verschaffen, um sich anhand von Fotos und persönlichen Daten sehr gezielt Opfer suchen zu können.

Ein weiteres Problem besteht darin, dass alle einmal ins Internet eingestellte Inhalte nicht mehr rückgängig gemacht werden können. Auch wenn ein Profil in einem solchen Netzwerk wieder gelöscht wird, sind die Daten längst in den Archiven von Suchmaschinen und Web-Crawlern gespeichert. Dies machen sich zunehmend auch Personalchefs bei der Auswahl ihrer MitarbeiterInnen zunutze. Ein Beispiel für ein solches Internet-Archiv ist hier: Internet Archive: Wayback Machine. In diesem Archiv kann beispielsweise noch die erste Internetseite des Kinder- und Jugendtreffs von 1996 gefunden werden (KJTW 1996 von Wayback). Spezielle Personensuchmaschinen (z.B. www.yasni.de) durchsuchen auch Profile sozialer Netzwerke.

Bei allen Risiken sind diese Netzwerke bei jungen Menschen selbstverständlicher Bestandteil ihrer soziale Kontakte geworden – hier kann es meines Erachtens nur darum gehen, über die Risiken aufzuklären und einen verantwortungsvollen Umgang mit diesem Medium zu üben. Es werden hier auch Möglichkeiten eröffnet, sich auszudrücken. Beispielsweise finden sich auf www.youtube.com und ähnlichen Seiten auch eine Vielzahl von Filmen, in denen Jugendliche ihrer Kreativität und ihrer Medienkompetenz Ausdruck verleihen.

Gewalt und Pornografie

Wie schnell Kinder unbeabsichtigt auf solchen Seiten "landen" können – beispielsweise durch die falsche Schreibweise der Internetadresse ihres Lieblingsstars – soll hier aus verständlichen Gründen nicht demonstriert werden. Aber auch die gezielte Suche und der Zugang zu solchen Angeboten ist erschreckend einfach.
Hier können Sicherheitseinstellungen und spezielle Filter-Software hilfreich sein (siehe unten), ersetzen aber nicht die Unterstützung und Kontrolle durch die Eltern.

Das jugendschutz.net kontrolliert das Internet und sorgt für die Einhaltung des Jugendschutzes. Bei der Fülle problematischer Angebote ist diese Institution auf Mithilfe angewiesen. Hinweise auf Verstöße nimmt die Beschwerdestelle (Hotline) entgegen. Außerdem bietet die Seite Informationen für Eltern und Erzieher zum Thema "Jugendschutz im Internet".

Rechtsextremismus

"Rechtsextreme sprechen gezielt Jugendliche an. Mit multimedial gestalteten Websites bieten sie niedrigschwellige Einstiegsmöglichkeiten in die Szene. jugendschutz.net recherchiert jährlich etwa 1.500 rechtsextreme Angebote, Tendenz steigend...

Die rechtsextreme Szene nutzt das Internet breit als Propagandainstrument. Neonazistische Kameradschaften mobilisieren auf Web-Angeboten für Aufmärsche und unterbreiten Kontaktangebote, rechtsextreme Bands bewerben ihre rassistische Musik und einschlägige Versandhändler vertreiben über das Web neonazistische "Devotionalien"...

Die rechtsextreme Web-Szene ist gut vernetzt, ihre Angebote für Interessierte schnell auffindbar. Auch wenn Kinder und Jugendliche nichts Rechtsextremes suchen, können sie sehr schnell und einfach auf solche Inhalte stoßen, z.B. über Suchmaschinen wie Google oder auf Video-Plattformen wie YouTube. Gerade in Diensten des so genannten Web2.0 verbreiten Rechtsextreme zunehmend ihre Propaganda..." (Quelle: www.jugendschutz.net).

Jugendschutz.net bietet hierzu Handreichungen zu Rechtsextremismus im Internet.

Spiele

Tausende von Online-Spielen können im Internet meist kostenlos genutzt werden. Dabei stehen auf vielen Spieleseiten Kinderspiele neben wüsten Ballerspielen oder "Spielen für Erwachsene". Es gibt jedoch auch Spieleseiten, die ausschließlich Spiele für Kinder enthalten. So finden sich z.B. auf der Spieleseite von www.blinde-kuh.de über 600 solcher Spiele, die teilweise auch lehrreich sind oder bestimmte Fähigkeiten fördern und trainieren.
Es ist auch möglich, von dieser Kinderseite täglich neue Spiele zu "abonnieren".

Natürlich gibt es auch im Handel (Buchhandel, Online-Versand) ein unüberschaubares Angebot von Spielen für PC oder Spielkonsolen. Orientierung in diesem Dschungel bieten beispielsweise die Broschüre Spiel- & Lernsoftware (PDF), die beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend heruntergeladen oder bestellt werden kann, aber auch die Seite Spieleratgeber NRW, die neben Besprechungen zu Spielen auch Informationen über Altersfreigabe, Genres oder dem Thema "Spielsucht" bietet.

Erschreckend ist für uns allerdings zu erleben, dass nicht selten Kinder über Spiele (auf PC oder Spielkonsole) verfügen, die nicht für ihr Alter freigegeben sind. Teilweise scheinen hier die Eltern die Altersfreigabe der Spiele nicht zu kennen oder nicht ernst zu nehmen – oder lassen sich von dem Argument "... der hat das auch ..." beeindrucken. Wenn Ihr Kind Sie beim Spielen nicht zusehen lässt, ist Misstrauen angebracht. Ausführliche Informationen zum Thema "Alterskennzeichnung" finden sie u.a. auf der Seite Spieleratgeber NRW.

Rückzug aus der Realität

Virtuelle Welten und Online-Kontakte können und dürfen direkte soziale Kontakte nicht ersetzen. Allerdings besteht hier nach allen Erfahrungen keine generelle, sondern eine Gefahr für bestimmte Kinder und Jugendliche die in einer virtuellen Welt Anerkennung und "Geborgenheit" finden, die ihnen im "echten" Leben fehlt. Problematisch wird es dann, wenn echte Kontakte vernachlässigt werden oder verkümmern, oder Computer und Fernseher als "Babysitter" eingesetzt werden.

Hier helfen neben festen Regeln über die Nutzungszeiten von Computer und Fernsehen vor allem alternative Erlebnisfelder.
Auf http://schau-hin.info gibt es beispielsweise neben 10 Regeln für die Internetnutzung auch Ratgeber und "Mediengutscheine" zum Herunterladen.

Gesundheit

Eigenes, problematisches oder gar Suchtverhalten erscheint dann "normal", wenn ich viele "Gleichgesinnte" um mich versammle. Diese Möglichkeit bietet das Internet in hohem Maße. So wird beispielsweise Drogenkonsum (auch der von Alkohol) auf den entsprechenden Seiten und Foren als Lebensphilosophie gehandelt.

Ein anderes, derzeit sehr intensiv diskutiertes Beispiel sind die sogenannten "Pro-Ana-" oder "Pro-Mia-Seiten", in denen Essstörungen wie Magersucht (Anorexie) oder Bulimie zum Lifestyle erhoben werden ("Dünn zu sein ist besser als gesund zu sein"). Auch wenn bereits hunderte dieser Seiten aus Jugendschutzgründen gesperrt wurden, entstehen immer neue. Wenn sich ihre Tochter (seltener sind auch Jungs betroffen) auf solchen Seiten aufhält, sollten sie die Unterstützung einer Beratungsstelle in Anspruch nehmen. Nähere Infos dazu auch unter Magersucht-Online.

Abzocker

Dass Abzocker im Internet auch vor Kindern und Jugendlichen nicht haltmachen, hat sich herumgesprochen. Seit die meisten Internetnutzer über DSL und nicht mehr über Modem surfen, ist die Dialer-Masche stark zurückgegangen, es gibt sie aber noch. Wer seine Kinder über Modem surfen lässt, sollte unbedingt eine Dialerschutz-Software installieren oder die entsprechenden Nummernbereiche durch den Telefonanbieter sperren lassen (übrigens nicht nur wegen der Kinder...).

Abgezockt werden Kinder und Jugendliche derzeit hauptsächlich über Handy-Klingeltöne, die teuer heruntergeladen werden - oft genug geraten Kids hier ohne es zu merken an Abos. Auch Gewinnspiel-Teilnahmen oder die Suche nach Hausaufgabenhilfen bzw. Referaten haben bisweilen teuere Folgen. Weitere Informationen zu diesem Themenbereich, auch über Maßnahmen, wenn man abgezockt wurde, gibt es unter
Was sind die typischen Merkmale von neuartigen Abzocke-Angeboten? • klicksafe.de 
Abzocke im Internet (Internet-ABC)
Kinderkampagne der Verbraucherzentralen

checked4you: Online-Jugendmagazin der Verbraucherzentrale
computerbetrug.de und dialerschutz.de

Ein Beispiel einer Seite, die kostenlos Referate und Arbeiten anbietet ist Fundus.org – allerdings sollten diese lediglich zur Informationsbeschaffung genutzt werden, aus dem Internet übernommene Referate werden als Täuschungsversuch mit einer "6" gewertet.

Viren und andere Schädlinge

Eine Virenschutz-Software sollte auf keinem Internet-PC fehlen, auch lassen sich die Einstellungen des Internet-Browsers im Sinne höherer Sicherheit einstellen.

Nähere Informationen dazu auf der Internetseite des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), dort gibt es auch Links zu Schutzprogrammen, auch für Erwachsene sehr hilfreich ist die Seite Viren-Infos für Kinder bei der Blinden Kuh. Unter den kostenlosen Angeboten ist die Virenschutz-Software von www.avira.de empfehlenswert, der Schutz umfasst in der kostenlosen Version aber beispielsweise nicht die E-Mail-Postfächer.

Gerade wenn Sie selbst auf Ihren Computer angewiesen sind oder sich wichtige Daten dort befinden, lohnt es sich, über ein eigenes Gerät für das Kind bzw. mehrere Kinder gemeinsam nachzudenken. Dabei kann ein "ausrangiertes", oder gebrauchtes Gerät mit einem  älteren System völlig ausreichend sein. Dort lassen sich dann geeignete Sicherheitseinstellungen im Browser und spezielle Kinderschutzsoftware installieren, ohne dass erwachsene Nutzer dadurch eingeschränkt werden. Alternativ sollte auf jeden Fall ein eigenes Benutzerkonto für jedes Kind eingerichtet werden. Dadurch werden die Daten im eigenen Konto vor unbefugtem Zugriff geschützt.

Kinder als "Täter"

Kinder und Jugendliche können im Internet auch zu "Tätern" werden, auch wenn sie vielleicht selbst wegen ihres Alters strafrechtlich nicht zur Verantwortung gezogen werden.

Legal oder Illegal?

Musik auf Handys und MP3/MP4-Playern gehört für Kids selbstverständlich dazu. Oft genug verlässt die "Beschaffung" solcher Musikstücke aus dem Internet aber den Rahmen der Legalität. Das gilt insbesondere dann, wenn die aktuellen Hits über Tauschbörsen (Filesharing) wie eDonkey oder Kazaa heruntergeladen werden (zumal der Nutzer dort auch immer als Anbieter auftritt). Gleiches gilt natürlich auch für Filme. Bei diesen besteht zudem die Gefahr, dass sich der angebliche Spielfilm beim Ansehen als harter Pornostreifen entpuppt.

Auch Eltern können, wenn sie ihren Internetzugang wissentlich oder unwissentlich ihren Kindern zum illegalen Download zur Verfügung stellen, belangt werden.

Dabei ist es durchaus möglich, zur privaten Nutzung auch legal Musikstücke zu speichern, beispielsweise wenn sie von Internetradioseiten "mitgeschnitten" werden. Mit entsprechender Web-Radio-Software (z.B. mit dem in der Lite-Version kostenlosen clipinc-Player)  lassen sich aus hunderten von Radioprogrammen automatisch Titel aufzeichnen und so in kurzer Zeit eine große Sammlung anlegen. Empfehlenswert ist dies jedoch nur mit einer DSL- oder anderen Highspeed-Flatrate.

Einen verständlichen Überblick über die rechtliche Situation bietet ein Artikel aus dem ARD-Ratgeber "Computer und Internet" (leider nicht mehr im Netz verfügbar). Dort heißt es als Fazit: "Musikdateien dürfen allenfalls zur privaten Nutzung vervielfältigt werden - sofern keine Kopierschutzmechanismen umgangen werden und die Vorlage nicht offensichtlich rechtswidrig her- oder bereitgestellt wurde. Für alle weiteren Formen der Nutzung, etwa die Verbreitung, öffentliche Zugänglichmachung, Bearbeitung und kommerzielle Nutzung, benötigt man die Zustimmung des Rechteinhabers. Ausnahmen sind Musikstücke, die unter einer Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht wurden: Hier ist die Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung, gegebenenfalls auch eine noch weitergehende Nutzung unter bestimmten Bedingungen vom Urheber gestattet." (Musik im Netz: Digital und ganz legal)

Beleidigungen und üble Nachrede

Opfer und Täter können Kinder und Jugendliche bei der Beleidigung, Bedrohung oder dem Bloßstellen Anderer mit Hilfe des Internets sein. Dies kann auf privaten Internetseiten geschehen, im SchülerVZ oder ähnlichen Netzwerken, auf Seiten, auf denen Lehrer beurteilt werden oder durch das Hochladen entsprechender Bilder oder Filme.

Dieses Mobbing stellt – neben der strafrechtlichen Relevanz – meines Erachtens einen Missbrauch der durch die Eltern angebotenen Nutzung des Internets durch den Jugendlichen dar, was seitens der Eltern eine ganz klare Konsequenz zur Folge haben muss.

Chancen

Im Kinder- und Jugendtreff Waltershofen steht im Kindertreff ein PC mit sehr eingeschränktem Internetzugang zur Verfügung, in den anderen Angeboten können die Besucher auch drei weitere, internetfähige Geräte nutzen. Dieses Angebot machen wir, weil wir wissen, dass die positiven Aspekte einer altersgerechten Internetnutzung trotz aller Gefahren deutlich überwiegen.
Die Fähigkeit, mit Computer umzugehen und die Kommunikations- und Informationsmöglichkeiten des Internets nutzen zu können, wird für den überwiegenden Teil der jungen Menschen ein entscheidender Aspekt im Hinblick auf ihre Zukunftschancen – beruflich, und damit auch privat und sozial – sein.

Gute Seiten für Kinder

Spezielle Internetangebote für Kinder gibt es in großer Zahl. Sie bieten kindgerecht aufbereitete Inhalte zu einer Vielzahl von Themen, auch aus den Bereichen Wissenschaften,  Politik oder Kultur.
Sinnvoll dürfte es sein, eine dieser Seiten als Startseite auf dem Internetbrowser zu installieren.

Hier eine Auswahl geeigneter Seiten für Kinder:

ARD-Kindernetz
Die Blinde Kuh - Die Suchmaschine für Kinder

fragFINN
Seitenstark: Arbeitsgemeinschaft Vernetzter Kinderseiten 
SWR Kindernetz 
Oli's Wilde Welt (Tierlexikon) 
KI.KA - der Kinderkanal von ARD und ZDF
ZDFtivi Homepage
Kindersache
KlickTipps
Die Internauten
TOGGO. Weil's Spaß macht
KinderCampus.de 
Kidssicher.de! 
Die Sendung mit der Maus 
LILIPUZ – Radio für Kinder: KIRAKA 
Kinderfilmwelt – Portal für junge Filmfans
Loveline (für ältere Kinder) 

Auf unserer Kindertreff-Seite befindet sich ein Modul (unten auf der Seite), das wöchentlich neu Surftipps für Kinder bietet.

Hilfen für Eltern

Spezielle Seiten, die sich mit diesem Themenkomplex befassen, bieten Information und Hilfen für Eltern an, teilweise können dort auch entsprechende Broschüren heruntergeladen oder bestellt werden:

Netkids - Kinder sind tabu
Chatten ohne Risiko - Erwachsenen Bereich
Internet-ABC – das Portal für Kinder und Eltern
Startseite Ins Internet - mit Sicherheit (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik)
jugendschutz.net
KlickTipps
Medienkompetenz und Jugendschutz bei Blinde Kuh - Informationen für Eltern
jugendschutz.net - Hotline
Mehr Sicherheit im Internet durch Medienkompetenz • klicksafe.de
Jugendschutz und Sicherheitstipps von Blinde Kuh
Neu beurteilt: Spieleratgeber NRW 
Online-Sicherheit für Kinder und Jugendliche 
MPFS - Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest: 2008 

Regeln für Eltern und Kinder

So wie Sie im Rahmen der elterlichen Sorge jederzeit wissen sollten, wo sich Ihr Kind aufhält, gilt dies auch altersentsprechend für den "Aufenthalt" im Internet.

Es sind oft die Eltern, die in Sachen Internet Nachhilfeunterricht brauchen. Während ihre Kinder mit Leichtigkeit durchs Netz surfen und sich immer schnellere Rechner wünschen, holen die Eltern nur langsam auf. Trotzdem können Sie Ihr Kind beim Umgang mit dem Internet unterstützen. Dazu gibt es unter SCHAU HIN 10 Goldene Regeln für die Internetnutzung.
Ein Plakat mit Regeln sowohl für Kinder als auch für Eltern bietet das Bundesministerium an: Abgemacht! Netz-Regeln (PDF-Dokument), das Plakat kann auch bestellt werden.

Technische Schutzmaßnahmen

Technische Schutzmaßnahmen können verhindern, dass Kinder ungewollt auf ungeeignete Seiten kommen, Abzocker Erfolg haben oder das System durch Schadsoftware beschädigt wird.
Sie können jedoch nicht die Verantwortung der Eltern ersetzen. Absprache von Regeln, Kontrolle der Einhaltung und vor allem das vertrauensvolle und verständige Gespräch über Inhalte und "merkwürdige Begegnungen" im Internet sind der Kern eines erfolgreichen Schutzes Ihrer Kinder. Je nach Alter und technischem Interesse können technische Schutzmaßnahmen auch dazu führen, dass Kinder angespornt werden, die Lücken im Schutzsystem zu finden oder den Schutz zu "überlisten".

Sicheres Surfen für Kinder. Der KinderServer verhindert, dass Kinder "zufällig" auf Seiten stoßen, die nicht kindgerecht sind. Sie werden nicht mit Bildern und Inhalten konfrontiert, die ihnen Angst bereiten oder die sie beeinträchtigen können.
Der Surfraum des KinderServers ist sehr groß. Er basiert auf den derzeit etwa 11.000 geprüften Angeboten der Whitelist der Kindersuchmaschine fragFINN und den Seiten der Kindersuchmaschine Blinde Kuh inklusive aller Seitenstark-Seiten. Außerdem sind alle Webseiten mit einer Anbieterkennzeichnung bis 12 Jahren freigegeben.

Für jüngere Kinder ist das kostenlose Programm fragFINN Kinderschutzsoftware KSS interessant. Hier können nur speziell ausgewählte Kinderseiten "angesurft" werden, die Eltern haben jedoch die Möglichkeit, beliebige weitere Seiten freizugeben. Auch die Eingabe von Zeitbegrenzungen ist möglich.

Verschiedenste Programme, die Ihre Kinder oder Ihr Computersystem schützen, finden Sie auf der folgenden Seite des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik:
BSI: Die Tools

Internet-Kunden von T-Online steht kostenlos eine Kinderschutz-Software zur Verfügung:
Kinderschutz Software von T-Home. Diese Software ist auch unter Lehrer-Online - Die T-Online-Kinderschutzsoftware beschrieben. Weitere, allerdings kostenpflichtige solche Programme sind
Kindersicherung 2008
oder
Dolphin Secure.

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Johannes Fiedler, November 2008